Sonntag, 20. November 2011

Rezension zu "Die Physiker - Friedrich Dürrenmatt"

Quelle: diogones.ch



Titel: Die Physiker – Eine Komödie in zwei Akten
Autor: Friedrich Dürrenmatt
Verlag: Diogenes
Veröffentlichung: 1980
Seitenanzahl: 87 Seiten
Preis: 7,90 €







Klappentext:
Dürrenmatt hat versucht, die paradoxe Situation darzustellen, in die das fortgeschrittene Wissen, das der Kernphysik, geraten ist. Es gilt uns als Gipfel menschlicher Erkenntnis. Seine Formulierung hat auch die Hinrichtung der Welt möglich gemacht. Was machen die Entdecker, wenn sie Verantwortung für die Welt spüren? Gibt es Bewahrung der Welt vor dem Wissen? Bewahrung des Wissen vor dem Zugriff der Macht?
Dürrenmatts Kernphysiker Möbius, der Entdecker der furchtbaren Formel, flüchtet, seine Familie preisgebend, ins Irrenhaus. Er spielt Irrsinn, er fingiert die Heimsuchung durch den Geist Salomons, um das, was er entdeckte, als Produkt des Irrsinns zu diffamieren. Maskerade wird da zu einem moralischen Akt.
-Frankfurter Allgemeine Zeitung

Dürrenmatt führt seine Geschichte mit unerbittlicher Konsequenz zu einem Ende, welches die Türen dieses Irrenhauses aufsprengt, tödlich gefährdenden Explosionsstoff aus dem eben noch schützenden Mauern entlässt in eine schutzlos preisgegebene Welt, und kein Zuschauer entzieht sich tiefster Betroffenheit. Was Dürrenmatt hier aus den Maskierungen gewinnt, wie er etwas das Geigenspiel Einsteins einsetzt, wie er die Positionen fortlaufend vertauscht: das ist nicht nur virtuos, es ist einzigartig. Dürrenmatts Komödie Die Physiker wird im Theaterleben der Gegenwart Epoche machen.
-Irma Voser / Neue Züricher Zeitung

Cover:
Auf dem Cover ist eine Handzeichnung, auf der ein älterer Mann ist.
Er ist in einem Raum, was wahrscheinlich sein Zimmer sein soll, und blickt nachdenkend.
Die Farben sind in beige Tönen.
Meiner Meinung nach passt das Cover zum Buch.
Der Mann soll wahrscheinlich Möbius, einer der 3 Physiker im Irrenanstalt, darstellen.
Ich denke, dass er nachdenklich guckt, da er neue Entdeckungen im Bereich der Physik entdeckt hat, die er jedoch wegen der Gefährlichkeit zu verbergen versucht.

Handlung:
Das Buch, fängt mit einem Mord an einer Schwester an, welcher im Irrenhaus, begangen wurde.
In der Irrenanstalt, leben 3 Physiker, die von ihnen behaupten, dass die berühmte Physiker seien.
Herbert Georg Beutler denkt, dass er Newton sei,
Ernst Heinrich Ernesti denkt, dass er Einstein sei und Johann Wilhelm Möbius behauptet, er könne
König Salomon sehen.
Im Verlauf der Geschichte, bekommt man mit, dass schon ein anderer eine Schwester vor 3 Monaten umgebracht hat.
Natürlich musste es später noch dazu kommen, dass der dritte eine Schwester umbringt.
Jeder der drei Physiker, hat einen Grund, warum er eine Schwester umgebracht hat.
Dies wird aber erst im Laufe der Komödie erklärt.

Charaktere:
Die Charaktere waren alle leicht überschaubar.
Jeder war auf seiner Art und Weise anders.
Die ganze Zeit über gab Dürrenmatt einem ein Bild der Person, bis es schließlich zum großen Wendepunkt kam.
Die Charaktere waren alle anders, als sie uns Dürrenmatt dargestellt hat.
Besonders gefallen hat mir Möbius.
Die ganze Zeit über dachte ich er sei verrückt.
Doch schon während der Geschichte, hat sich meine Meinung sehr oft geändert.
Aber sein Denken und seine Art zu Handeln, hat mir gefallen.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Dürrenmatt war flüssig zu lesen.
Der Einstieg fiel mir sehr schwer.
Doch dies änderte sich schon nach wenigen Seiten.
Man konnte alles leicht verstehen.
An dem Schreibstil des Autors hat mir besonders gefallen, dass er den Leser die ganze Zeit hinter das Licht führen konnte/ wollte.
Als ich im Nachhinein mehr auf die ersten Seiten geachtet habe, ist mir aufgefallen, wie er schon die ganze Zeit über Andeutungen über den Verlauf der Komödie gemacht hat.
Diese fielen mir aber erst später auf.
Er hat die Hinweise in seinem Schreibstil gut versteckt.

Fazit:
Ich bin von dem Buch begeistert.
Nie hätte ich gedacht, dass mir eine Schullektüre so gut gefallen kann.
Anfangs dachte ich mir, dass das Buch sehr schlecht wird, da ich mit Physik wirklich nichts am Hut habe.
Doch meine Bedenken sind sofort verschwunden, auch wenn die Wissenschaft vorhanden war.
Da das Buch nur 87 Seiten hat, bin ich schnell mit dem Buch durchgekommen.
Dürrenmatt hat es wirklich geschafft, so vieles in so wenigen Seiten zu erklären, ohne das es langweilig wurde.
Seinen Schreibstil liebe ich und die Charaktere waren mir sehr sympathisch.
Das Buch ist wirklich eine Genie-Streich.
Jedoch muss ich einen halben Herz, für den schwierigen Anfang abziehen.
Leider gefällt das Buch nicht jedem.
Ich würde aber trotzdem allen raten, es zu lesen.

                   Ich gebe dem Buch 4,5 Lampions
                                       
Nochmal ein riiiiiiiesen Dankeschön an Betül, die immer meine Rezensionen betat, egal wie spät es ist.

Kommentare:

  1. Wunderschöne Rezi... :DD

    ich trag es gleich ein (wegen BubbleChallenge)

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  2. Hier die Antwort auf deine Frage
    D.Starovoitova@egmont-vg.de
    Ich hoff es klappt dieses mal

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  3. Hey :)
    Ganz tolle Rezi :)
    Ich finde die Physiker sind ein super Buch! Habs schon mehrmals gelesen! Und bald nochma in der Schule (jay :D)

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  4. Huhu,

    schau mal hier:

    http://herzbuecher.blogspot.com/2011/11/gewinnspiel-3-bekanntgabe-des-gewinners.html

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  5. Wow, ich hab heute erst davon in der Schule erfahren, ein Deutsch-Kurs will das Buch jetzt durchnehmen und alle haben laut aufgestöhnt. ^^

    Hätte nicht gedacht, dass es so gut ist. :)
    Tolle Rezi! :))

    Liebe Grüße ♥
    Lydia

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  6. Ob das ein gutes Zeichen ist...? :D Spaß, jeder hat seinen eigenen Geschmack. :)
    Vorallem brauche ich mir ja (noch) keine Gedanken drum machen, weil ich in einem andern Deutsch-Kurs bin. :)
    Danke! :))

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  7. Huhu,
    Bin nun auch deine Leserin :)
    Die Physiker musste ich für die Schule lesen, war dann aber doch gar nicht so schlimm wie gedacht.

    Black Dagger ist meine Lieblingsreihe was Vampirfantasyromane angeht :) kann ich dir nur empfehlen.
    Und die Reihe Buch der Schatten, ist auch bislang super spannend. Ich bin mal gespannt bei House of Night.

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